Trivia vom 04.04.2020

Auch auf die Fotoblogs wirkt sich der Coronavirus epedemisch aus. Endlich ist ein Anlass da, mal wieder etwas zu bloggen, obwohl ansonsten Veröffentlichungsstille auf vielen dieser Blogs zu verzeichnen war. Es werden Ratschläge gegeben, womit man sich an den "bleib zu Hause"-Tagen beschäftigen kann, sogenannte Challenges werden ins Leben gerufen, alte Fotos sollen wieder ans Licht geholt werden usw. und sofort. Allzulange darf die Krise aber nicht mehr dauern, da die Motivation schnell wieder nachlässt. Es ist wie bei Kindern - ein Spiel wird bald uninteressant. Erstaunlich auch, dass anscheinend viele nicht in der Lage sind, sich selbst zu beschäftigen und des Anstosses durch andere bedürfen.

Was mir noch aufgefallen ist: In vielen "About"-Texten auf Fotoblogs stehen Texte, die sinngemäß lauten: "Fotografie macht einen Großteil meines Lebens aus", "ohne Fotografie kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen", "ohne Kamera gehe ich nicht mehr vor die Tür" (was in Zeiten des Smartphones sicher zutrifft) etc.. Erstaunlicherweise spiegelt sich das in den Blogs nicht wider. Über viele Monate, ja Jahre, wird auf den Blogs nicht veröffentlicht, keine Fotos, keine Texte. So faszinierend scheint die Fotografie dann doch nicht zu sein.

Es gibt aber auch andere Fotoblogs, Blogs, bei denen sich mindestens ein wöchentlicher "Besuch" lohnt. Hier zeigt sich, wen es wirklich gepackt hat, das Fotografieren.